Eine Geistvolle Einladung
Darf ich mich vorstellen: Basaltus - Burggeist zu Stolpen.
- Ob ich vergessen habe mein Nachthemd auszuziehen?
Quatsch, ich trage meine Arbeitskleidung! Feinstes Leinen, hauchzart und pflegeleicht. Tja, auch ein Burggeist muss schließlich nach etwas aussehen.
Ohne die Hülle würde mich übrigens gar keiner erblicken - und da wäre doch das ganze Spuken umsonst. Ein bisschen Grusel erwarten die Menschen aber nun mal in einem alten Gemäuer. Also werfe ich mich Nacht für Nacht in die Gespensterkluft und schwebe durch die Gewölbe und um die Türme.
Manchmal ist das ganz schön anstrengend, doch was tut man nicht alles...
Wenigstens am Tag kann ich mich erholen. Meistens schlummere ich dann ein wenig in meinem geliebten Kellerverlies - bis wieder mal ein Kind herausgefunden hat, wie man mich wecken kann. Das ist zwar lästig, aber Kinder mag ich. Weil sie so schön neugierig sind. Ich bin es nämlich auch und kann gar nicht verstehen, dass die erwachsenen Menschen das oft nicht so toll finden. Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts, und wer nichts erfährt, bleibt dumm. So einfach ist das! Es gibts doch überall so viel Interessantes zu entdecken, besonders hier in meiner Burg! Ich schlage euch etwas vor: Bis zur Geisterstunde dauert es noch ein Weilchen, doch schlafen kann ich jetzt auch nicht mehr. Habt ihr Lust, mir auf eine Reise zu folgen? Keine Angst, ihr müsst mir nicht gleich hinterherschweben. Es genügt völlig, wenn ihr mir aufmerksam lauscht. Lasst mich eure Gedanken entführen in Zeiten, die lange, lange zurückliegen. Ihr werdet eine Menge über meine Burg erfahren.
| Dauer |
3/4 Stunde |
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25,- Euro (zuzüglich Eintritt) |
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| Diese allgemeine Burgführung gibt bei einem Gang über die ausgedehnte mittelalterliche Wehranlage einen Überblick über 800 Jahre wechselvolle Geschichte mit Folterkammer, Schösserturm und Hungerloch, Johannis-(Cosel-)turm, einem der tiefsten Basaltbrunnen der Erde und endet vor den Burgkellern, in denen der Burggeist allzu vorwitzige Gesichter erschrecken möchte. |
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Thematische Sonderführungen
»Vom Korn zum Brot«
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(besonders geeignet für junge Schüler)
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| Dauer |
3/4 Stunde |
| Kosten |
40,- Euro (zuzüglich Eintritt) |
| Der auf dem Feld tätige Landmann ist eine seltene Erscheinung geworden. Zumeist sehen wir ihn nur noch als Maschinenführer. Die handwerkliche Tätigkeit des Pflügens, Säens, Erntens und Dreschens, so wie unsere Vorfahren sie noch bis in das 20. Jahrhundert hinein ausübten, verdeutlichen Gerätschaften der Haus- und Feldwirtschaft, die auf dem Kornboden des Kornhauses der Burg Stolpen aufbewahrt werden und die heute den Weg des Korns zum Brot veranschaulichen. Zu erfahren ist beispielsweise auch, warum der große Schlepprechen auch als „Hungerrechen“ bezeichnet wurde. Eine Videovorführung über die Landarbeit aus der Zeit um 1930 (20 min.) kann zusätzlich vereinbart werden. |
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»Ohne Wasser kein Leben«
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(besonders geeignet für junge Schüler)
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| Dauer |
3/4 Stunde |
| Kosten |
40,- Euro (zuzüglich Eintritt) |
| Die strategische Bedeutung des Wassers und der Erfindungsreichtum der Menschen in vergangenen Zeiten, um das kostbare Nass auf die Burg zu bekommen, stehen im Mittelpunkt dieser Führung. Erzählt wird von Zisternen, Ochsenkarren, der „Wasserkunst“ und dem tiefsten natursteinbelassenen Basaltbrunnen der Erde. Jeder Teilnehmer erhält im Anschluss an die Führung ein unterhaltsames Heft, in dem der Burggeist Basaltus das Wichtigste zum Thema Wasser aufgeschrieben und illustriert hat. |
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»Dem Prediger Steinbach steht der Teufel bei«
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(bevorzugt für geschichtsinteressierte Schülergruppen, die die Reformationszeit im Unterricht besprochen haben)
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| Dauer |
1 Stunde |
| Kosten |
40,- Euro (zuzüglich Eintritt) |
| Im Mittelpunkt des Interesses dieser Führung stehen Stolpen im Zeitalter der Reformation und die machtpolitischen Auseinandersetzungen zwischen dem kurfürstlichen Sachsen und den Bischöfen von Meißen als Besitzer Stolpens. Der kalvinistische Hofprediger Steinbach geriet dabei in Stolpener Gefangenschaft und unter den schwerwiegenden Verdacht teuflischen Beistandes. Sein Fluchtversuch endete mit einem gebrochenem Bein. |
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»Eine sagenhafte Veste«
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(spannend für alle Altersgruppen)
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| Dauer |
1 Stunde |
| (für Familien geeignet) |
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| Kosten |
40 € (zuzüglich Eintritt) |
| Das Stolpener Land ist reich an Legenden und Geschichten. Einige von ihnen beziehen sich unmittelbar auf die Burganlage und ihre Bewohner. Egal ob Schatz- oder Gespenstersage, ein Quentchen Wahrheit steckt in jeder dieser Erzählungen. Für manche Sage bietet die Veste den authentischen Ort ihrer Entstehung. Die Führung wendet sich an Interessierte, die in das Reich der Geschichten zwischen Glauben und Wissen um den Stolpen eintauchen, gleichzeitig aber über die »sagenhaften« Neuigkeiten von heute informiert werden möchten. Bestandteil dieser Führung sind Räumlichkeiten, die nicht im normalen Besucherrundgang betreten werden können. |
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»Der Schatz der Gräfin Cosel«
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| Dauer |
1 1/2 Stunden |
| Kosten |
40 € (zuzüglich Eintritt) |
| Mancher Besucher glaubt sich auf Stolpen seinem Ziel etwas näher, endlich den Schatz der Gräfin Cosel zu finden. Die auffallend schöne Frau gehört heute zu den bekanntesten Personen der sächsischen Geschichte um August den Starken. Wie bei kaum einer anderen Person vermischen sich dabei Mythos und Wahrheit, Legenden und Wirklichkeit. Die Führung versucht, auf der Grundlage authentischer Örtlichkeiten ihr abenteuerliches schicksalhaftes Leben eingehender zu betrachten. Die Ausstellung im Johannis-(Cosel-)turm bietet die Möglichkeit, alltagsgeschichtliche Einblicke aus der Zeit des Augusteischen Barock zu gewinnen. |
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»Aus dem Vollen scheffeln«
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(bevorzugt für junge Erwachsene, die mit geläufigen Redewendungen umgehen und Freude an bildsprachlichen Fabulierungen haben)
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| Dauer |
1 Stunde |
| Kosten |
40 € (zuzüglich Eintritt) |
| Unser Alltagsleben ist angefüllt mit Rede- und bildlichen Sprachwendungen, die oftmals von ihrer ursprünglichen Bedeutung weit entfernt sind. Häufig liegen ihre Ursprünge in alltagsgeschichtlichen Handhabungen und symbolischen Bedeutungen. Ihre Wurzeln reichen in eine Zeit, in die auch die Geschichte der Burg Stolpen zurückgeht. Die Führung nimmt solche Redewendungen und Sprichwörter auf und versucht, sie in ihre ursächlichen Bedeutungszusammenhänge zu stellen. |
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»Bauen im Mittelalter«
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(interessant für alle Altersgruppen)
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| Dauer |
1 Stunde |
| Kosten |
40 € (zuzüglich Eintritt) |
Anhand von 40 mittelalterlichen Bauablaufdarstellungen werden die wichtigsten Baugewerke (Maurer, Zimmerleute, Steinmetzen) des Mittelalters besprochen. Im Mittelpunkt steht dabei die praktische Bauausführung. Historische Handwerkszeuge zum Anfassen aus dem musealen Sammlungsbestand der Burg Stolpen veranschaulichen diese Betrachtung (ca. 35 min.).
Ein anschließender Gang über die Burganlage zeigt Spuren der mittelalterlichen Bauhandwerker, die bei der Errichtung Stolpens tätig waren. Dabei werden auch zwei Verliese (Mönchsloch und Ketzerloch) betreten, die nicht zum regulären Burgrundgang gehören und die Frage geklärt, ob unsere Vorfahren ihre Mauern tatsächlich mit Quark und Eiern gebaut haben (ca. 25 min.). |
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Organisatorisches
Burgeintritt für Schülergruppen (Gruppenpreise)
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| Schüler: |
2,50 Euro pro Person |
| erwachsene Gruppenbegleiter: |
pro 10 Schüler ein Betreuer freier Eintritt, darüber hinaus 3,20 Euro pro Person (erm. Erwachsenen-gruppenpreis) |
| Führungen müssen vorbestellt werden. Insbesondere thematische Sonderführungen können nicht zu allen Zeiten angeboten werden. |
| Nach Vereinbarung und zu gesonderten Konditionen sind alle Sonderführungen für Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten buchbar! |
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Die Burg Stolpen besitzt ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (bitte anschließen, Haftung wird nicht übernommen) und verfügt auch über mehrere Möglichkeiten, ein Picknick einzunehmen. In den Burghöfen stehen Bänke, es gibt Grünflächen, die genutzt werden können und auf dem Fürstenplatz stehen zwei große Eichenstische mit sechs Bänken. Wenn das Wetter einen Aufenthalt im Freien behindert, so ist auch ein Kellerraum (Die "Trinkstube") mit Bänken ausgestattet.
Hat man keine Speisen dabei, bietet die Cafeteria "Zehrgarten" im Zeughaus (IV. Hof) ein beachtliches Speisen- und Getränkeangebot (Ostern bis Oktober 11-17 Uhr).