Diese Sagen geben eine kleinen Einblick in die Vergangeheit der Burg Stolpen.
Dem Hänsel seine Sage
Die Gräfin Cosel im Schafberge bei Langenwolmsdorf
Der Spuk im unterirdischen Gang
| um | 1100 | Errichtung einer ersten Wehranlage, wahrscheinlich "eine Burgk von geschrothenen Holze" | ||
| 1121 | Unsichere Nachrichten in der Prager "Chronica Boemorum" und in der Chronik von Hagecius | |||
| um | 1218 | (Rück-)Erwerb der Burg und einiger umliegender Ländereien durch den Meißner Bischof Bruno II. vom Slawen Moyko de Stulpen, zielgerichteter Aufbau einer eigenständigen Grundherrschaft | ||
| 1222 | erste gesicherte urkundliche Erwähnung | |||
| 1241 | Grenzvertrag zw. dem Bistum Meißen und dem Königreich Böhmen | |||
| um | 1320 | Bildung des Amtes Stolpen, Burg als Verwaltungsmittelpunkt | ||
| 1429 | erfolglose Belagerung durch Hussiten | |||
| 1451 | - | 1537 | grundlegender Neuaufbau als frühneuzeitliche Wehranlage | |
| 1520 | erstes offizielles Mandat des Bischofs Johann VII. von Schleinitz gegen Luther (Stolpener Dekret) | |||
| 1539 | Einführung der Reformation in Sachsen, Rückzug der meißnischen Bischöfe nach Stolpen | |||
| 1559 | Übernahme von Burg, Stadt und Amt Stolpen durch Kurfürst August, Reformation auch in Stolpen | |||
| ab | 1559 | Um- und Ausbau zum Schloss, Errichtung des Tiergartens und der "Wasserkunst" Martin Planers | ||
| 1607/08 | - | 1632 | Niederbringen des Basaltbrunnens durch vier Bergleute aus Berggießhübel | |
| 1632 | erfolgreiche Verteidigung gegen kaiserliche Kroaten, Zerstörung von Teilen der Burg durch Brände | |||
| 1634 | Stationierung einer ständigen Garnison, schlimmstes aller Pestjahre | |||
| 1639 | Belagerung durch schwedische Truppen | |||
| 1675 | Errichtung der Festungswerke durch Wolf Caspar von Klengel | |||
| 1716 | Gräfin Cosel wird nach Stolpen verbannt | |||
| 1723 | verheerender Stadtbrand vernichtet auch Teile der Burg | |||
| 1738 | Abtrieb des Wildbestandes im Tiergarten | |||
| 1756 | Abzug der Garnison nach dem Königstein, Einnahme Stolpens durch preußische Truppen, umfangreiche Zerstörungen | |||
| 1764 | Auflösung der Garnison, einsetzender natürlicher Verfall | |||
| 1765 | Tod der Gräfin Cosel, Beisetzung in der Burgkapelle | |||
| 1773 | - | 1787 | Abriß einiger verfallener Burgteile | |
| 1813 | Errichtung von Verteidigungsanlagen durch Napoleon Bonaparte, beim Abzug umfangreiche Zerstörungen, auch durch nachrückende Truppen | |||
| 1842 | Anlegen eines Parks am oberen Südhang der Burg | |||
| 1859 | König Johann von Sachsen ordnet Restaurationsmaßnahmen an | |||
| 1874 | erste Anstellung eines Schlosswärters | |||
| 1883 | Räumung des 1756 und 1813 verschütteten Brunnens | |||
| 1935 | - | 1939 | Ausbau der Burg zur Förderung des Fremdenverkehrs | |
| 1945 | Angliederung der Burg an die Hauptverwaltung der Staatlichen Museen, Schlösser und Gärten in Dresden | |||
| 1957 | Übergabe der Rechtsträgerschaft an den Rat der Stadt Stolpen | |||
| ab | 1960 | intensivere kulturelle Nutzung, z. B. Filmaufnahmen | ||
| 1989 | Besucherrekord mit 199.165 Besuchern | |||
| 1992 | Übernahme durch den Freistaat Sachsen, die Burg wird Staatlicher Schlossbetrieb, nachfolgend intensive Bautätigkeit | |||
| 1998 | Eröffnung Siebenspitzenturm | |||
| 2001 | Oberflächengestaltung des Hochschlosses (Fürstenplatz) nach museal-didaktischen Grundsätzen | |||
| 2007 | Eröffnung Seigerturm |